Spot Berlin: Caféhaus Grenander

Jeder hat sie, die Orte, die er liebt, wo er lebt.

Die kleinen und großen Flecken Erde, an denen er sich wohlfühlt. Die Stellen, die er anderen empfiehlt, wenn er will, dass sie eine gute Zeit haben.
Es sind die kleinen Teile des großen Ganzen, die man oft nur bei genauerem Hinsehen bemerkt. Hier sehe ich genauer hin! Ich hinterlasse meine Fußspuren und erzähle euch, wo…

Ich befinde mich am Wittenbergplatz, gleich unter dem Kaufhaus des Westens. Unterwegs in der Stadt, zwischen zwei Terminen, auf der Suche nach einer Möglichkeit, einzukehren, eine Pause einzulegen. Nicht schlecht wäre ein Stromanschluss, damit ich nicht nur meinen, sondern auch den Handyakku aufladen kann. Nebenbei habe ich die Möglichkeit, mein Notebook zu nutzen.
Zahlreiche Restaurants verschiedenster Art säumen den Platz, der nicht nur als Haltestelle der U-Bahn für Besucher des KaDeWe, sondern auch als zentraler, belebter Platz inmitten von Berlin in unmittelbarer Nähe zum Zoologischen Garten und Kurfürstendamm einen Abstecher wert ist. Ich lasse den Blick schweifen entlang der Hausfassaden, vor denen sich Stühle und Tische, abgestimmt auf den Stil und das Niveau des Hauses, zu dem sie gehören, aneinanderreihen. Ein Blick in eines der Restaurants mitten am Platz zeigt mir schnell, dass ich hier nicht die offene, freundliche Gemütlichkeit finde, die ich suche.

Stattdessen betrete ich ein kleines Caféhaus an der Ecke. Es fällt mir durch seine verschieden großen aber durchweg eher kleinen Sessel auf. Manche sind aus Stoff, andere aus Holz, einige Korbsessel. Schon beim Betreten werde ich von der Bedienung, die mir hinter einem kleinen Serviertresen gleich neben der Kuchentheke entgegenlächelt, sehr freundlich begrüßt und nach meinem Wunsch gefragt. Das Haus ist sehr geschmack- und liebevoll eingerichtet. Modern aber gemütlich. Auch innen finden sich verschieden große und förmige Sitzgelegenheiten und Tische, die dennoch keinen bunt zusammengewürfelten Eindruck entstehen lassen. Alles ist in klaren Kontrastfarben gehalten, die durch verschiedene Rottöne aufgelockert werden. Helle Wände, viele große Fenster zur Seitenstraße, die dem Raum ein angenehmes und helles Licht geben, dazu ein dunkler Steinfußboden und dunkle Tische, alte, aus Holz, modern gestaltete, aus Stein. Die Sitzmöbel sind meist dunkel, zum Teil mit hellen Bezügen oder Kissen versehen, manchmal auch rot. Auf jedem der Tische steht eine kleine rote Rose. Ich setze mich, in einen sehr kleinen Sessel neben eine hüfthohe Wand, die in den Raum hinein ragt und so geschickt eine gemütliche Nische bildet. Die Kissen sind so weich, dass ich zunächst fast versinke und kaum mehr hochkomme. Sehr gemütlich. An meinem Platz kann ich ganz entspannt und in aller Ruhe meine Sachen ausbreiten und erhalte just in dem Moment die angeforderten Karten des Hauses, als ich damit fertig bin.
Neben einer Auswahl an kalten und warmen Getränken bietet dieses Restaurant und Caféhaus sowohl eine gute Auswahl an frischen Torten und Kuchen, als auch eine sehr ordentliche Speisekarte. Dafür, dass ich mich mitten in einer Touristenstadt befinde, sind auch die Preise unschlagbar. Ich bestelle eine Tasse Kaffee und ein großes Stück Schokoladensahnetorte, wofür mir insgesamt 5,90 € berechnet werden. Die Torte schmeckt klasse, frisch, nicht zu schwer, wie selbst gebacken.
Wer nicht süß, sondern herzhaft essen möchte und noch dazu vielleicht in einer kurzen Pause nicht allzu viel Zeit mitbringt, kann von einer Tageskarte ein schnelles Mittagessen wählen. Dieses gibt es auch als Menü, inkl. Vor- und Nachspeise, für unter 10,00 €.
Neben einer kleinen Auswahl an Desserts aus der Speisekarte, bietet die kleine, aber gut sortierte Eiskarte des Hauses nicht nur Möglichkeiten ein Mahl abzurunden. Qualitativ können die angebotenen Becher durchaus mit so manchem Eiscafé konkurrieren.

Mitten in Berlin ist dies ein Ort, der ganz viele Möglichkeiten offenbart.
Zwischen Shoppingstress und U-Bahnfahrten in überfüllten Zügen kann man hier, allein oder in Begleitung, ganz entspannt eine Pause einlegen. Auch Geschäftliches kann man besprechen, es herrscht sowohl genügend Ruhe und Diskretion und mit seinen optischen wie kulinarischen Angeboten und seiner Lage kann man mit diesem Treffpunkt gleich beim Gegenüber Eindruck machen. Das gilt übrigens auch, wenn man mit Freunden oder Familie länger verweilen und plaudern möchte, genauso, wie für ein schönes, durchaus romantisches Date – ganz ohne sich in Unkosten zu stürzen.


Update:
Das Grenander scheint leider geschlossen zu sein, auch die Website ist nicht mehr aktiv. Unten findet sich aber ein Link zum Facebook-Auftritt, um einen kleinen Eindruck gewinnen zu können.


 

Grenander
Restaurant – Caféhaus
Wittenbergplatz 3a – 10789 Berlin

>> Die schönste Zeit im Leben sind die kleinen Momente, in denen du spürst, du bist, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. <<

Verfasser Unbekannt

<< Zur Übersicht | Spot Berlin >>

Werbeanzeigen

Ein Gedanke zu “Spot Berlin: Caféhaus Grenander

  1. Pingback: Die Uni ruft | flourish 103

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s